Frische Bio-Produkte aus der Region.

Bei uns finden Sie ein reichhaltiges Bio-Vollsortiment mit bester Qualität. Hofeigene Gemüse und Früchte, Lammfleisch, Säfte, Trockenprodukte und Saucen, daneben regionale Milchprodukte, Brot, Käse, Frischfleisch usw. Gerne können sie bei uns auch Gemüse- und Früchtekörbe, Pilze, Kräuter und weitere Köstlichkeiten beziehen.

Der Hofladen befindet sich vis-à-vis Volg in Obersteinmaur

Besonderes

Saisonal haben wir viele Spezialitäten und Besonderheiten im Angebot.

  • Grüner, weisser und violetter Spargel
  • Tomaten in allen Farben und Formen: Über 30 Sorten Cherry- und Fleischtomaten
  • Frische Bio-Beeren: U.a. Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Blaubeeren aus eigener Produktion
  • Grosse Kartoffel- und Kürbisvielfalt: Über 20 alte Kartoffelsorten
  • Vitaminreiche Kale-Sorten (Federkohl)
  • Grosse Auswahl an Karotten, Randen und Warmkulturen wie Zucchetti, Gurken, Auberginen, Peperoni, Peperoncini, Physalis u.a.
  • Lammfleisch vom Engadiner Bergschaf und Saaser Mutten aus eigener Zucht
  • Feine Säfte, Fruchtaufstriche und Eingemachtes
  • Berühmte Salatsauce (hausgemacht) von Brigitte Müller
  • Selbstgemachtes Sauerkraut

Auf unseren Feldern sind mehr als 20 Sorten Kartoffeln herangewachsen. Alte Sorten, neue Züchtungen – wir suchen immer nach stabilen und gesunden Pflanzen für unsere biologische Produktion. Lassen Sie sich von der Vielfalt und den unterschiedlichen Geschmäcken begeistern.

Die Kartoffel ist eines der ältesten Grundnahrungsmittel überhaupt und weltweit gibt es tausende von verschiedenen Sorten. Einige ausgewählte Delikatessenkartoffeln haben wir bei uns im Angebot.

Bei uns können Sie u.a. folgende Superfood-Produkte beziehen:

  • Manuka-Honig
  • Moringa Kapseln
  • Moringa Pulver
  • Moringa Smoothie-Mischungen (RED & GREEN)
  • Blattkohle
  • uvm.

 

Moringa – ein beachtlicher Baum

Das üppige Blattwerk ist der wertvollste Teil des Moringabaumes.

Experten loben die Fülle an Nähr- und Wirkstoffen der Pflanze. Fast alle Teile des Baums können verwertet werden.

Ausgerechnet in der tropischen Hitze Afrikas, wo steter Hunger und Nahrungsmangel herrschen, wächst im Eiltempo auf kargem Boden eine Pflanze, von der es heißt, sie sei ein wahres Wunder an Nährstoffen. Den Moringa-Baum (Moringa oleifera), wegen seiner bis zu 70 Zentimeter langen Früchte auch Trommelstockbaum genannt, halten Experten aufgrund seiner chemisch nachgewiesenen Fülle an Vital- und Wirkstoffen für das gesündeste pflanzliche Lebensmittel überhaupt.

„Ich kenne keine Pflanze auf der Welt, die so vielfältig positiv zusammengesetzt ist“, sagt Tropen-Agrarwissenschaftler Klaus Becker. Zwar sind auch die nach Meerrettich riechenden Wurzeln, die Öl liefernden Samen, die Rinde, die Blüten (für Tee) und die Schoten (die in der Ursprungsheimat Indien wegen ihres sehr hohen Vitamin-C-Gehalts unreif und roh verzehrt werden) des inzwischen auch in der Karibik und in Spanien angebauten Moringa verwertbar. „Doch das mit Abstand stärkste Gesundheitspotential besitzen die gefiederten Blätter“, sagt Becker, „in denen stecken unglaublich viel Proteine, eine gute Kombination von essenziellen Aminosäuren sowie eine hohe Dichte an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen wie Mangan, Zink, Magnesium und Kalzium.“

Moringa-Pulver: Wirkung gegen Tumorwachstum?

In unseren Breiten tritt der Moringa hauptsächlich als Nahrungs-ergänzungsmittel in Form des Blattpulvers in Erscheinung. „Theoretisch“, sagt Becker, „ist es das reichhaltigste Vital- und Wirkstoffkonzentrat der Welt.“ Die sekundären Pflanzenstoffe darin könnten das Wachstum von Pilzen und Viren hemmen, Entzündungen wie Arthritis und Infektionen entgegenwirken, der Vitamin- und Mineralstoffreichtum Mangele-rscheinungen im Körper bekämpfen. Die Enzyme in der Pflanze können für ein gesundes Stoffwechselgeschehen sorgen, der Reichtum an Omega-3-Fettsäuren für ein gesundes Zellwachstum.

Die gesunden Inhaltsstoffe von Moringa

Moringablätter enthalten sehr hohe Anteile an Protein, Vitamin A und Calcium nebst vielen weiteren Vitalstoffen. Moringa kann darum als das beste natürliche Multivitaminpräparat angesehen werden. Die folgende Tabelle wiedergibt die wichtigsten Inhaltsstoffe:

 

Vitalstoffe Menge in 100 g getrockneten Blättern Bemerkungen
Protein 27,1 g Enthält 10 verschiedene Aminosäuren, 2-mal mehr als Joghurt, fast soviel wie Eier
Fett  2,3 g Öl kann aus Samen hergestellt werden
Kohlenhydrate 38,2 g
Ballaststoffe 19,2 g
Vitamin A 18,9 mg 25-mal mehr als Karotten
Vitamin B1  2,6 mg
Vitamin B2 20,5 mg
Vitamin B3  8,2 mg
Vitamin C 17,3 mg 14-mal mehr als in frischen Blättern
Kalzium 2000 mg 17-mal mehr als Milch
Eisen 28,2 mg 20 bis 25-mal mehr als Spinat
Magnesium 368 mg
Kalium 1324 mg 15-mal mehr als Bananen

(Quelle: Dr. Hans-Martin Hirt, Anamed)

Entscheidend für die Qualität des Moringa-Pulvers ist die Herkunft

Ganz entscheidend für die Qualität ist die Frage, wo die Pflanzen angebaut werden. Wachsen sie in Indien, in Nigeria oder dem Niger?“ Die hygienischen Bedingungen in den Anbauländern sind sehr unterschiedlich. Der Verbraucher sollte deshalb beim Kauf möglichst Produkte mit Bio-Zertifizierung der EU bevorzugen.

Unser Bio Moringa Pulver wurde bei „pura-moringa“ in Deutschland bezogen, hat Rohkost-Qualität und wird zu 100% aus biologischen Moringa Blättern hergestellt. Für 1 Kilo Blattpulver werden 8 kg frische Moringa Blätter getrocknet und gemahlen. Das gemahlene Moringa-Pulver enthält dadurch viele wichtige Vitamine, die der menschliche Organismus benötigt. Produktionsland des Pulvers ist Ägypten.

 https://pura-moringa.de/die-plantage/

Wir bieten Ihnen einen besonderen Frische-Service an: Wöchentlich (Dienstag = Abholung / Mittwoch = Lieferung) bekommen Sie ab Hofladen oder per Zustelldienst eine Bio-Abo-Kiste mit frischen, bekömmlichen Produkten vom Feld und Hof.

Die „BioLand“-Kiste ist ausschliesslich mit saisonalen Eigenprodukten und Spezialitäten gefüllt. Die „BioLand Plus“-Kiste wird ausserhalb der Saison auch mit Bio-Importprodukten bestückt.

Wir achten hier auf eine ausgewogene Zusammensetzung. Sie werden immer mit Salaten, Gemüse, Obst, Früchten und eben unseren Hof-Spezialitäten bedient. Die Vielfalt und Frische gilt auch für die fruchtigen Kisten „BioLand fruchtig“ und „BioLand fruchtig plus“ – diese Kisten sind für Büros und Arbeitsplätze sehr geeignet.

Bestellungen unter 044 853 23 00

Hier erfahren Sie mehr…

Abokisten

Wir verkaufen unsere Setzlinge, Jungpflanzen und Warmpflanzen beim Orchideenhaus, unterhalb der Salenstrasse in Steinmaur. Im Hofladen wird nur noch ein kleines Sortiment Setzlinge geführt.

Verkaufswochen (bis Ende August):
Ab Woche 10: Alle gängigen Setzling (Salate, Kohlwaren, Lauch, Sellerie, …)
Ab Woche 14: Zusätzlich alle gängigen Kräuter (Peterli, Schnittlauch, Basilikum, …)
Ab Woche 18: Zusätzlich alle gängigen Warmpflanzen (Gurken, Tomaten, Zucchetti, Aubergine, Peperoni, …)

Verkaufszeiten:
Mo-Fr 9.00-12.00 / 13.30-18.00   Sa 9.00-16.00

Setzlingsverkauf

Fleisch & Fisch – Info

Einleitung

Die vielen Negativmeldungen im Zusammenhang mit Fleisch und Fleischerzeugnissen bestärken uns im Bestreben, Bio-Fleisch von höchster Qualität und einwandfreiem Produktions-Hintergrund im Verkauf zu führen. Die Produktion und der Handel mit Fleisch ist Vertrauenssache – Fleischeinkauf ist etwas ganz anderes, als ein Getränk oder einen Beutel Teigwaren einzukaufen. Der Verbraucher will wissen, woher das Fleisch stammt, das auf den Teller kommt und wie die Tiere gehalten wurden. Darum verkaufen wir in unserem Hofladen direkt vom Bauern zum Konsumenten – und wir schaffen Transparenz durch klare Kommunikation.

Das Tierwohl steht in der Bioproduktion an erster Stelle. Tiere mit Respekt und Verantwortung zu behandeln, ist für uns selbstverständlich. Grosszügige Stallflächen, weiter Weide-Auslauf sowie fleissiger Weidewechsel, wetter-geschützte Plätze zum Unterstehen oder zum Ablammen und Kalben, das sind die Basis unserer Tierhaltung. Die Fleischqualität hat direkt mit der Tierhaltung zu tun – das werden Sie beim Konsumieren sofort merken!

Wir haben die Zulieferanten unserer Fleischprodukte sorgfältig ausgesucht – alle Betriebe liegen in unmittelbarer Umgebung von Steinmaur, einzig der Geflügelhof Wendelin liegt etwas weiter weg (29 km). Wir garantieren unseren Kundinnen und Kunden, dass diese Produzenten zertifizierte Biobetriebe sind und zuverlässig und pflichtbewusst und in unserem Sinn mit ihren Tieren umgehen.

1. Bedeutung von Fleisch als Lebensmittel

Fleisch ist ein Lebensmittel von hoher Qualität. Wurde Fleisch noch vor wenigen Jahren als unverzichtbar angesehen und wies einen hohen Prestigewert auf, so ist es heute in seiner Bedeutung hinter Getreide, Gemüse und Milch einzuordnen. Ursache dafür ist unter anderem, dass in der Einschätzung unserer Nahrung bzw. in den ernährungs-physiologischen Anforderungen eine deutliche Veränderung eingetreten ist. Während früher der Fettgehalt und die hohe Eiweißwertigkeit als Qualitätskriterien galten, werden heute die Gehalte an Spurenelementen, an B-Vitaminen und ggf. an sekundären Wirkstoffen hervorgehoben. Fleisch enthält zwar zahlreiche dieser Nährstoffe, aber keinen Nährstoff „exklusiv“, wie etwa die Milch das Calcium, oder das Gemüse die Folsäure und die sekundären Pflanzenstoffe. Dazu kommen Vorbehalte aus ernährungsmedizinischer, ökologischer, „vegetarischer“ und nicht zuletzt hygienischer Sicht. Im Vordergrund aller Äußerungen zur gesunden Ernährung stehen seit längerem die pflanzlichen Lebensmittel.

Fleisch enthält viele wichtige Nährstoffe, wie z.B. Eisen, Zink und andere wichtige Spurenelemente sowie Vitamin A und B-Vitamine. Dabei ist Fleisch von Schwein und Rind deutlich günstiger als Fleisch vom Geflügel. Schweinefleisch zeichnet sich durch besonders hohe Gehalte an Vitamin B1 und Vitamin B6 aus. Rindfleisch enthält die höchsten Eisen- und Zinkwerte und sehr viel Vitamin B12. Im Geflügelfleisch ist der höhere Linolsäuregehalt hervorzuheben. Je fetter Fleisch ist, desto geringer ist aber der Gehalt an essentiellen Nährstoffen. Im Allgemeinen ist Fleisch aber heute deutlich fettärmer als in älteren Nährwerttabellen angegeben. Auch bei Wurstwaren spielen der Fettgehalt und die Herkunft des Fleisches eine wichtige Rolle. Hervorzuheben ist bei Fleisch die hohe Bioverfügbarkeit der Nährstoffe. Hemmende oder abträgliche Faktoren sind kaum anzutreffen. Besonders gut untersucht sind diese Verhältnisse beim Eisen. Darüber hinaus werden bei Anwesenheit von Fleisch auch andere Spurenelemente aus den übrigen Lebensmitteln in ihrer Verfügbarkeit verbessert.

Neben den positiven Aspekten, wie der hohen Bioverfügbarkeit von Nährstoffen, sind die kritischen Nährstoffe des Fleisches zu diskutieren. Fleisch liefert einen nicht geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren und die Gestaltung einer fleischhaltigen Mahlzeit, bei der Obst und vor allem Gemüse im Allgemeinen zu kurz kommen, verstärkt das Problem. Bei bewusster Ernährung ist das Problem jedoch grundsätzlich lösbar. Fleisch ist wegen des hohen Beitrages an verfügbarem Eisen und an den Vitaminen B1, B6 und B12 vorteilhaft. Mengen von 300 – 600 g Fleisch und Wurst pro Woche reichen aus.

Neben ausgeprägten Fleischessern gibt es die Vegetarier, die völlig fleischlos essen. Heute ist bei jüngeren Mädchen und Frauen ein Trend hin zur fleischlosen Ernährung zu beobachten. In meinem Vortrag wird der Vegetarismus im Vergleich zur Ernährung mit Fleisch beurteilt: Es ist inzwischen gut untersucht, dass die vegetarische Ernährung gesundheitliche Vorteile mit sich bringt, wenn die nötigen Kenntnisse über die Zusammensetzung der Lebensmittel und die Gestaltung einer vollwertigen Ernährung vorhanden sind. Andererseits kann der bloße Verzicht auf Fleisch ohne ausreichende Kenntnisse zu Mangelsymptomen führen, die umso schwerwiegender sind, je jünger der Mensch ist. Daraus kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass eine einseitige Ernährung immer ungesund ist, ganz gleich ob mit oder ohne Fleisch. Ausschlaggebend ist bei einer vielseitigen Mischkost nicht eine einzelne Lebensmittelgruppe sondern das gesamte Nährstoffangebot. (Dr. Barbara Ender, Sachsen)

2. Unsere Fleisch-Angebot Label

– Fisch, Forellen, BioSuisse

– Geflügel, diverse Rassen, KAG

– Lamm, Engadiner Bergschaf, BioSuisse / Pro Spezie Rara

– Lamm, Saaser Mutten, BioSuisse / Pro Spezie Rara

– Rind, Rhätisches Grauvieh, BioSuisse / Pro Spezie Rara

– Rind, Yak, BioSuisse

– Schwein, Wollschweine, BioSuisse / Pro Spezie Rara

– Schwein, Diverse Rassen, BioSuisse

3. Besonderheiten in der (Bio-) Tierhaltung

Lesen sie dazu die Berichte auf den folgenden Seiten.

Schaf- und Lammhaltung

Wir halten zwei Schafrassen, „Engadiner Bergschafe“ und „Saaser Mutten“. Beide Rassen sind im Verzeichnis von Pro Spezie Rara aufgeführt – als vom Aussterben bedrohte Schweizer Tierrassen. Unsere Schafe leben in Herden von 20-40 Tieren. Die Auen (Muttertiere) werden nach dem Ablammen von den anderen Tieren abgesondert, so dass sie in Ruhe und Geborgenheit die Lämmer versorgen können. Erst nach vier Monaten werden die Jungtiere in Jungauengruppe und Jungbockgruppe aufgetrennt. Die Tiere leben ganzjährig auf der Weide. Die Böcke werden nicht kastriert und bei allen Schafen werden die Schwänze nicht kupiert. Zur Nahrungs-Ergänzung wird Heu gefüttert und vor allem im Winterhalbjahr wird mit Mais/Silage zugefüttert.

Unsere Metzgerei (Markus Müller), welche die Tiere schlachtet und verarbeitet, liegt in Niederglatt. Wir haben also ganz kurze Transportwege. Die Lämmer werden mind. zu zweit, von einer ihnen bekannten Person, zur Schlachtung geführt. Diese Massnahmen (Ruhe und Vertrautheit) haben einen direkten Einfluss auf die Fleischqualität (kein Stress, keine Asrenalinschübe, …). Weiter bestätigt unser Metzger unsere gepflegte Weidehaltung – die Leber ist bei anderen Schafen häufig von Würmern befallen – bei unseren Lämmern ist in den letzten Jahren praktisch nie ein negativer Befund vorgekommen! Da sind wir fast ein bisschen stolz darauf.

Und noch einige Besonderheiten unserer Schafhaltung:

Wir produzieren keinen Abfall, das ganze Tier wird verwertet – bis hin zum Schaf-Fell, welches wir im Hofladen verkaufen. Innereien wie Pansen, Lunge, ua., verarbeiten wir zu Hundefutter. Die Schurwolle wird in der Fiwo Bischofszell zu Naturdünger, Filz- und Isolationsprodukten verarbeitet. Mit der Haltung des Engadiner Bergschafes und der Saaser Mutten leisten wir einen direkten Beitrag an die Erhaltung mehrerer vom Aussterben bedrohten Rassen (PSR).

Mehr Infos zu unseren Schafen finden sie unter: www.engadinerschafe.ch

Geflügelhaltung

Das Geflügel, welches in unseren Verkaufsregalen angeboten wird, kommt vom Wendelinhof in Freienwil (AG) und von Fam. Rüede, Waldhausen (AG). In unserer unmittelbaren Nähe findet sich kein Bio-Geflügelzüchter.

Infolge der deutlich längeren Aufzuchtzeit gegenüber konventionellen Mast-Poulets, ist die Fleischqualität von Bio-Geflügel deutlich besser: Mehr Geschmack, mehr Biss, weniger Wasser im Fleisch und stabilere Knochen. Aus diesen Gründen, wegen des intensiveren Geschmacks, erlebt auch das Suppenhuhn eine ganz neue Beliebtheit. Der Verkaufspreis von Bio-Poulets ist wegen der längeren Fütterungsdauer und dem teureren Futter höher als von den konventionellen „Schnellmast-Poulets“.

Ein Kommentar von Lukas Vock zur Geflügelhaltung auf dem Wendelinhof: „Unsere Poulets verbringen den ganzen Tag auf der Weide und können ihre natürlichen Bedürfnisse wie Scharren, Picken und Staubbaden uneingeschränkt ausleben! Der tägliche Aufenthalt in der Natur sowie die extensive Rasse garantieren eine natürliche Aufzucht. Das Pouletfleisch wird dadurch aromatischer und enthält bedeutend weniger Wasser als herkömmlich produziertes Pouletfleisch. Wir verzichten strickte auf den Einsatz von Antibiotika bei unserem Geflügel. Die Gesundheit unserer Tiere wird durch eine robuste Rassenwahl, durch Standortwechsel der Ställe und kleinen Tiergruppen gefördert. Die Tiere erhalten 100% Bio Futter, welches frei von gentechnisch veränderten Organismen, tierischen Eiweissen, Jod, Leistungsförderern und Medikamenten ist. Die Schlachtung erfolgt nach 70 Aufzuchtstagen in unserer hofeigenen Schlachterei von Hand, stressfrei und ohne sog. „Lebend-Aufhängung“.In unserer Firmenphilosophie steht die artgerechte Tierhaltung an oberster Stelle und wird bei allen Weiterentwicklungen berücksichtigt und kompromisslos umgesetzt.

Von Mitte Januar bis Mitte April haben wir bei unsere Bio Freiland Pouletproduktion, wegen der kargen kalten Vegetation im Winter, Saisonpause. Wir haben aber Poulet „Mustica“ für diese Zeit tiefgefroren an Lager.“

… und ein Kommentar von Bio Suisse zur Geflügelhaltung:

„Kleine Geflügel-Herden sind umweltschonend und erlauben artgerechte Tierhaltung. Zu grosse Herden verursachen unnötigen Stress. Deshalb erlauben die Knospe-Richtlinien für Bio-Poulet eine maximale Herdengrösse von 500 Tieren. In Schweizer Masthühnerhaltung leben hingegen durchschnittlich 6000 Hühner pro Betrieb, in Österreich 20.000 und in Deutschland sogar 50.000!“

Rinderhaltung

Unser Bio-Knospe Rindfleisch kommt aus Schöfflisdorf/Oberweningen. Helen Christener betreibt auf ihrem Egghof eine Mutterkuhhaltung mit Rhätischem Grauvieh. Diese Rasse wird von Pro Spezie Rara, als eine vom Aussterben bedrohte Rinderrasse, in der Schweiz gefördert. Die Kälber bleiben bis zur Schlachtung als Jungtiere bei der Mutter auf der Weide. In der Mutterkuhhaltung wird nicht gemolken, sondern alle Milch wird von den Jungtieren gesäugt.

Nachfolgend ein Bericht zu den Werten dieser kleinen Rinderrasse:

Das Rätische Grauvieh hat seine Wurzeln weit zurück und wird als Kreuzungsprodukt der Völkerwanderung bezeichnet. Bereits die Pfahlbauer kannten das Torfrind, das im 6. Jh. vor Ch. mit den Rätiern von Italien her mit damals grossen silbergrauen Rindern vermischt wurde. Aber auch die Kelten, die Alemannen und die Walser brachten ihr Vieh mit. Im Kanton Graubünden war das Rätische Grauvieh noch vor hundert Jahren sehr stark verbreitet. Man kannte den leichten Albula-/ und den etwas schwereren Bündneroberländer Schlag. Die einzelnen Tiere variierten stark in Form und Farbe. So reichten die Farben von eisengrau, silbergrau, dunkelgrau bis zu graugelb mit stark fuchsigem Stirnschopf. Die kleinrahmigen Tiere galten als ausgesprochene Dreinutzungstiere (Arbeit, Milch, Fleisch). In der Schweiz ging das Grauvieh um 1920 in der Braunviehpopulation auf. Knapp über der Grenze im Tirol konnte sich das Grauvieh bis heute halten. Um das Grauvieh in der Schweiz wieder anzusiedeln, musste Pro Specie Rara anfänglich ausgewählte, kleinrahmige Tiere importieren. Seither hat sich das Rätische Grauvieh im Schweizerischen Berggebiet wieder etabliert.

Das heutige Rätische Grauvieh ist ein kleines, leichtes, robustes und langlebiges Zweinutzungsrind. Es ist anspruchslos und anpassungsfähig. Züchter schätzen die gute Umsetzung von Rauhfutter in Milch und Fleisch. Somit eignet es sich besonders zur Nutzung von extremen und extensiven Weiden vor allem im Berggebiet. Genutzt werden die Tiere als Mutterkühe, für die Kälbermast und für die Verkehrsmilchproduktion. Die Milchleistung erreicht mit ausschliesslich Rauhfuttergaben etwa 3’500 kg/Jahr.

Das Grauvieh ist bekannt für sein feinfaseriges, fettarmes Fleisch. Die Tiere haben selbst in extensiver Haltung gute Gewichtszunahmen und eine hervorragende Schlachtausbeute.

Wir sind überzeugt davon, Ihnen mit dem Fleisch vom Rhätischen Grauvieh, etwas vom Besten in Sachen Rindfleisch anzubieten. Die Rinder werden ebenfalls von unserem Metzger, Markus Müller, in Niederglatt geschlachtet.

Schweinehaltung

Unsere „Woll-Schweinchen“, oder „Mangalica-Schweinchen“, leben ein glückliches Tierleben auf unseren Weiden rund um Steinmaur. Die Aufzuchtzeit ist fast doppelt so lang wie bei konventionellen Mast-Schweinen. Pro Wurf kommen nur gerade 5-7 Junge auf die Welt (bei konventionellen Zuchtsauen sind das 10-14 Junge). Wir beziehen ebenfalls Fleischprodukte von Fam. Karl Rüede, Waldhausen. Der Weiler Waldhausen liegt abseits, im wunderschönen und ruhigen Waldgebiet westlich von Bachs und gehört politisch bereits zu Fisibach/AG.

Mast-Schweine, in der konventionellen Mast, werden in der Schweiz im Allgemeinen immer noch sehr schlecht gehalten. Weniger als ein Prozent der Schweine lebt auf der Weide. Das Tierschutzgesetz schreibt im Stall 0.90m2 Platz pro Tier bis 110 kg vor und als Beschäftigung muss einzig eine handvoll Langstroh angeboten werden…!?

Die Auflagen von Bio Suisse gehen da deutlich weiter und verschaffen den Schweinen Platz und Tierwohl (Lebensqualität). Wer einmal Freilandschweine beobachten konnte, hat eine Vorstellung davon, was den eingesperrten Schweinen alles fehlt. Wühlen, graben, springen, suhlen, oder eine Mulde graben, sich an die Sonne zu legen, frisches Gras zu fressen usw.! Auch das Sozialleben leidet in den willkürlich zusammengewürfelten Gruppen, wo die Mutter und der Platz fehlen. Wenn Schweine in der Familie leben, lernen die Jungen viel von den Muttertieren, werden getadelt oder bestraft, wenn sie sich falsch verhalten. Der Schlafplatz bei den Elterntieren ersetzt in der Familienhaltung die Wärmelampe. Rangniedere Tiere können den höher gestellten Tieren ausweichen. Rangkämpfe können mit genügend Platz fair ausgetragen werden. „Freilandsöili“, wie es der Name sagt, leben das ganze Jahr über Draussen. Als Wetterschutz haben sie eine einfache Weidehütte, einen Iglu, oder Erdstall. Zum allgemeinen Wohlbefinden haben sie im Sommer eine Suhle und im Winter genügend Einstreu. Sie werden vorwiegend mit Gras gefüttert, dass sie sich selbst auf der Weide zusammensuchen. Als Ergänzung gibt es etwas gemahlene Gerste, und ganz wenig trockenes Brot. Im Winter Grassilo. Je nach Saison gibt es auch Früchte, Gemüse usw., aber nie Abfälle. Freilandsöili bekommen nichts, was ihre Besitzer nicht auch selbst essen würden. Im Weiteren werden die Tiere immer als Individuen wahrgenommen und auch mal gekrault oder mit ihnen gespielt. Zumindest die Elterntiere haben Namen und kennen diese auch. Die Tiere werden nicht unter Zwang verladen.

Fischhaltung

Die Forellen und Saiblinge, welche wir im Hofladen verkaufen, beziehen wir von Fam. Heinz und Irene Glauser aus dem unteren Bachsertal.

Gutes Bach- und Quellwasser, eine ausgewogene, biologische Fütterung und dadurch langsames Wachstum, das sind ausschlaggebende Faktoren für das ausgezeichnete Endprodukt. Ob frischer, oder geräuchter Fisch – Heinz Glauser, aufgewachsen am Rhein in Eglisau, versteht sein Fischer-Handwerk!

Die Bioforelle mit der Bio Suisse Knospe lebt stressfrei in tierfreundlichen Teichen und Becken mit Schattenplätzen und ausreichend Hinter-/ und Fliesswasser-Bereichen, in denen sie sich ausruhen kann. Gleichzeitig werden die Fische in niedrigen Besatzdichten gehalten, um Krankheiten und Stress (z.B. bei der Fütterung) zu vermeiden. Ein zeitweiliger Aufenthalt in Naturbecken ergänzt die strengen Richtlinien der Aufzucht. Zum Schutz des Umgebungsgewässers bestehen umfangreiche ökologische Anforderungen. Eine Präventivanwendung von Medikamenten sowie der Zusatz künstlicher Farbstoffe im Futter lehnen wir strikte ab und sind gemäss Richtlinien Bio Suisse auch verboten. Pflanzliche Futterbestandteile stammen aus kontrollierter biologischer Landwirtschaft, die notwendigen tierischen Eiweisse werden über Fischmehle und /-öle zugeführt, welche bei der Speisefischverarbeitung anfallen und so ökologisch sinnvoll verwertet werden. Eine vorgeschriebene Zuchtdauer von mindestens 18 Monaten ergibt so ein wertvolles und geschmacklich hochwertiges Nahrungsmittel.

 

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Beitrag zu lesen. Wir freuen uns auch über Rückmeldungen. Sie dürfen unsere Fleischlieferanten gerne besuchen – melden Sie sich einfach kurz vorher bei ihnen an.

Als Konsumentinnen und Konsumenten tragen wir Verantwortung, wie mit Lebensmitteln, den Tieren und deren Halter und Produzenten umgegangen wird.

Nähere Informationen zu unseren Lieferanten finden Sie im Hofladen, seitlich vom TK-Vitrine befindet sich eine Anschlag-Wand.

Ihre Familien Müller und das Hofladen-Team

 

Literatur- und Info-Quellen: BioLand Agrarprodukte, Pro Spezie Rara, Bio Suisse, Internet

Etwas zur Geschichte der Kartoffel

Namen / Bezeichnung

Die Inkas nannten die Kartoffeln „papas“, was soviel heißt wie „Knollen“. Auf ihrem Weg nach Europa, bekamen sie (wahrscheinlich) in Italien den Beinamen „Trüffel“ , italienisch: „tartufoli“. Die weitere Abwandlung im Deutschen erfolgte über „Tartuffeln“, „Artuffel“, „Artoffel“ bis zur Kartoffel. Der Botaniker Caspar Bauhin schließlich nannte die Knolle dann „solanum tuberosum esculentum“, was soviel bedeutet wie „essbarer knolliger Nachtschatten“. Für die Umgangs-sprache sah er den Namen Grübling (für Trüffel) vor, der sich – wie allgemein bekannt – nicht durchgesetzt hat.

Herkunft / Ursprung

Die Heimat der Kartoffeln sind die Anden. Wahrscheinlich stammen sie aus der Gegend, die dem heutigen Peru und Bolivien entspricht. Dort verzehrte man die ersten Wildpflanzen bereits im 8 Jahrtausend v. Chr. Geschmacklich hatten die Knollen allerdings lange noch nicht die Qualität, die sie heute haben. Die Urkartoffeln schmeckten eher kratzig. Die Inkas stellten schließlich fest, dass in den frostfreien Anden-Höhenlagen von 3000 bis 4000 Metern, in denen der sonst traditionell angebaute Mais nicht mehr gedieh, die Kartoffel noch durchaus brauchbare Erträge lieferte. Fortan wurde fleißig Kartoffelbau betrieben. Die Kartoffel diente aber nicht nur der Ernährung, sondern hatte auch kulturelle und religiöse Funktionen. Die Termine der meisten religiösen Feste der Inka entsprachen im Kalender den Pflanz- und Erntezeitpunkten dieser Erdfrucht. Es gab damals sogar eine eigene Kartoffelgöttin (Aro-Mamma). Heute sind bei den Indianern im Andengebiet noch immer ca. 1’200 Kartoffelsorten bekannt – jede angepasst an die jeweiligen Standortbestimmungen. Die Lagerfähigkeit (ohne künstliche Kühlung) erreichen die Indianer durch Trocknen am Tag und Gefrieren in der Nacht – die verbleibende Feuchtigkeit wird zusätzlich ausgepresst.

Verbreitung

Erst Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte die Kartoffel über Spanien und England nach Europa. 1565 erhielt der spanische König Philipp II. eine Kiste mit indianischen Produkten, in der auch einige Kartoffelknollen waren. Der Weg in die Kochtöpfe führte allerdings erst einmal über die Ziergärten verschiedener europäischen Höfe. Die Kartoffel wurde nämlich weniger wegen ihres Geschmackes, sondern wegen ihrer schönen Blüten bewundert. Vielleicht waren es die Erfahrungen der spanischen Seefahrer, die erkannten, dass die Knollen die auf langen Seereisen oft auftretende Skorbut-Krankheit verhindern konnten, die der Kartoffel den Weg ebneten. So genau vermag man das heute nicht mehr zu sagen.

Von Südamerika nach Europa

Die Entdeckung der Kartoffel durch die Spanier:

1532: Im Verlauf der Eroberungskampagne des Inkareiches (1531–1536) stößt der spanische Conquistador Francisco Pizarro bis zu den Anden, dem Areal der Kartoffel, vor. Einen konkreten Beweis, dass Pizzaro sich neben Gold auch für die Kartoffel interessiert hat, gibt es nicht.

1536: Eine von Gonzalo Jiménez de Quesada in die Hochebene von Kolumbien geführte Expedition, lernt im Jahre 1537 in dem Dorf Sorocotá (in der heutigen Provinz Vélez) verbürgterweise die Kartoffel kennen. Die Kunde von diesem ersten Kontakt mit der Kartoffel wurde 1601 in einem Manuskript von Juan de Castellanos festgehalten, das aber erst im 19. Jh. veröffentlicht wurde.

1552: Francisco López de Gómara macht in seiner Historia general de las Indias als erster die Existenz der Kartoffel publik. In diesem Werk berichtet er, der aber selbst nie in Amerika war, dass die Einheimischen der Collao Hochebene (Altiplano, Titicacasee) sich von Mais und papas (Kartoffeln) ernähren und „hundert und mehr Jahre alt” werden.

1553: Pedro Cieza de Léon, ein direkter Augenzeuge, der weite Teile der Anden gegen Ende der 1530er und im Laufe der 1540er Jahren durchquert hatte und dabei des Öfteren auf die Kartoffel gestoßen war, verrät uns in seiner Chronik von Peru (1553), wie die Kartoffel in der Gegend von Quito verwendet wurde: gekocht und dann verspeist, oder durch Gefriertrocknen zu Chuño verarbeitet und haltbar gemacht. Aus Peru über die Kanaren nach Spanien

Um 1562: Auf ihrem Weg von Südamerika nach Spanien macht die Kartoffel Zwischenstation auf den (spanischen) Kanarischen Inseln. Dies weiß man, weil im November 1567 drei Fässer, die Kartoffeln, Orangen und grüne Zitronen enthielten, von Gran Canaria nach Antwerpen, und im Jahre 1574 zwei Fässer mit Kartoffeln von Teneriffa via Gran Canaria nach Rouen verschifft wurden. Geht man davon aus, dass mindestens fünf Jahre nötig waren, um so viele Kartoffel zu erhalten, dass sie zum Exportartikel werden konnten, so fand die Einbürgerung der Pflanze auf den Kanaren spätestens 1562 statt.

Um 1570: Der früheste Beleg dafür, dass die Kartoffel Spanien erreicht hat, findet sich in den Büchern des Hospital de la Sangre in Sevilla, das im Jahre 1573 Kartoffeln eingekauft hat. Man nimmt an, dass die Kartoffel Spanien spätestens 1570 und frühestens 1564/65 erreicht hat, da ansonsten der Botaniker Clusius, der das Land 1564 auf der Suche nach neuen Pflanzen bereiste, sie wohl bemerkt hätte. Von Spanien aus gelangt die Kartoffel nach Italien und breitet sich dann langsam auf dem europäischen Festland aus.

England und Irland

Auf die britischen Inseln soll die Kartoffel ohne den Umweg über Spanien gelangt sein. Wer die Kartoffel dorthin gebracht hat ist unbekannt. Francis Drake war es jedenfalls nicht, wahrscheinlich auch nicht Walter Raleigh, auch nicht Thomas Harriot, Namen, die immer wieder in diesem Zusammenhang genannt werden. Historisch belegt ist nur, dass die Kartoffel spätestens 1596 in England angekommen war, denn in dem Jahr erschien in London der Katalog der Pflanzen, welche der Botaniker John Gerard in seinem Garten in Holborn züchtete, und darin kam auch die Kartoffel vor. Was Irland anbelangt, wo man vor allem in der Gegend von Cork daran festhält, die Kartoffel verdanke man Walter Raleigh, da gibt es noch die Theorie, die besagt, bei der Plünderung der an der Küste der grünen Insel gestrandeten Wracks der von Drake 1588 besiegten spanischen Armada seien auch zur Verpflegung der Mannschaft mitgeführte Kartoffeln erbeutet worden. Tatsächlich scheint die Kartoffel zwischen 1586 und 1588 in Irland angekommen zu sein. Ihr Anbau ist ab 1606 nachgewiesen, und noch vor dem Ende des 17. Jahrhunderts hatte sie sich zum Grundnahrungsmittel der Iren entwickelt.

Verbreitung der Kartoffel im europäischen Raum

Es dauerte einige Generationen, bis aus der botanischen Kostbarkeit eine Hauptnahrungsquelle der breiten Bevölkerung in Europa wurde. Viele Vorurteile und traditionsbedingte Hemmnisse standen ihr zu Beginn im Weg. Außerdem war ein Problem, dass alle ursprünglichen Wildkartoffeln für die Knollenbildung ausreichend lange Zeiten nächtlicher Dunkelheit („Nachtschatten“) benötigen. Unter den Bedingungen des europäischen Langtag-Sommers brachten sie deshalb nicht Knollen der Größe hervor, die man im ursprünglichen Verbreitungsgebiet nahe dem Äquator ernten konnte. Dieses Problem musste zunächst verstanden und durch entsprechende Pflanzenzüchtung behoben werden. Auf Irland wurden Kartoffeln allerdings schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts angebaut, da sie die ideale Frucht für diese karge Insel zu sein schien. Ausbringung und Ernte waren auch ohne besondere Werkzeuge möglich, Wild und weidendes Vieh pflegten dem Kartoffelkraut keinen Schaden zuzufügen und man konnte auch auf schlechten und steinigen Böden und in steilen Hanglagen Kartoffeln anbauen. Der wichtigste Vorteil war der anderthalbfache Flächenertrag im Vergleich zum Anbau von Getreide. Zum Schluss war auch die häusliche Zubereitung viel einfacher als beim Getreide: Kartoffeln muss man weder dreschen, noch mahlen, noch zu Brot backen. An dem bescheidenen Torffeuer, das die Hütten wärmte, wurden auch Kartoffeln gar gekocht. Irland war damals eine englische Kolonie, die Vieh und Getreide ins Mutterland exportieren musste. Die Kartoffeln blieben den Bauern oft als einzige Nahrungsquelle.

Farbige Kartoffeln

Blaue Kartoffeln sind eine Ursprungssorte. Wie die normale Kartoffel stammt auch die blaue Kartoffel aus Mittel- und Südamerika, von wo aus sie, wie vermutet, im frühen 16. Jahrhundert nach Europa eingeführt wurde. Blaue Kartoffeln waren bis in das 19. Jahrhundert in ganz Europa recht weit verbreitet. Als man begann ertragreichere und widerstandsfähige Sorten zu züchten, wurden mehr und mehr helle Kartoffelsorten angebaut und die blauen Sorten beinahe bis zur völligen Bedeutungslosigkeit in den Hintergrund gedrängt. Nur in wenigen europäischen Regionen und in Peru und Bolivien werden blaue Kartoffeln weiterhin angebaut. Heutzutage sind blaue und auch rote Kartoffeln eine seltene Delikatesse, die sich wie herkömmliche Kartoffeln zubereiten lassen. Was hat es eigentlich mit farbigem Kartoffelfleisch auf sich? Und warum sind gerade solche Kartoffelsorten so gesund? Verantwortlich für die rote und blaue Färbung sind sogenannte Anthocyane. Sie sind natürliche Farbpigmente die eine Färbung von Obst oder Gemüse bewirken. Diese Farbpigmente schützen Pflanzen vor gefährlichen Stoffen, den freien Radikalen. Da solche Stoffe auch den menschlichen Körper angreifen, wirkt sich der Verzehr von blau- und rotfleischigen Kartoffeln positiv auf die menschliche Gesundheit aus und beugt versch. Erkrankungen, die durch freie Radikale hervorgerufen werden (Krebs, Herz-Kreislauf-Probleme..), vor. Der Gehalt an Pigmenten ist sortenabhängig, also genetisch festgelegt. Umso intensiver die Färbung, umso höher ist der Anthocyangehalt der Knolle. Er steigt jedoch auch, umso mehr Stress eine Kartoffel ausgesetzt ist. Das wiederum bedeutet, dass in Jahren mit geringeren Erträgen (aufgrund von Hitze, Trockenheit oder frühzeitigem Krankheitsbefall) eine erhöhte Anthocyanbildung in den farbigen Knollen zu erkennen ist. Farbige Kartoffeln bilden somit eine sinnvolle und natürliche Nahrungsergänzung.

(Zusammengestellt aus Literatur- und Internetangaben)

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